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Englschalking:
historie

Postkarte
um 1900
Der Ort wird
1231/1234 als "Engelschalchingen" erstmals
urkundlich erwähnt. Er besteht zu dieser Zeit aus zwei Höfen,
drei Huben (Bauerngut/Gehöft mit ausreichend Acker- und
Weideflächefläche, um eine Familie zu ernähren) und einem
Hirtenlehen (Dienstgut des Gemeindehirten). Die Besiedlung beginnt jedoch viel
früher, im 9. oder 10. Jahrhundert. Der
Name des Weilers leitet sich von seinem Besitzer Engelschalch ab, was so viel wie "strenger Knecht"
bedeutet.
Das
Dorf kommt ab 1319 zur Grafschaft Ismaning und in Folge bis 1803 zum
Hochstift
Freising. Im Dreißigjährigen Krieg (1618 - 1648)
wird fast der ganze Ort zerstört, darunter der Bogmairhof, die
Schneidersölde, die Blaicherhube, die Stephelhube, die
Kögelhube und der Plankenbauer.
Von 1818 bis 1930
gehört
Englschalking zur
Gemeinde Daglfing. Dem
abseits großer Verkehrswege gelegenen Ort bringt erst die Zeit
nach 1884 durch Mooskultivierung und Ziegeleibetriebe einen
relativen Wohlstand. Aus dieser Zeit stammt auch im wesentlichen
die vorhandene Bebauung. Im
Jahr 1850 besteht Englschalking nur aus 8 Anwesen, fünfzig
Jahre später, um 1900, sind es bereits 24 Häuser und 1930 ist
die Zahl dann auf 40 Hausnummern angestiegen. Am
1. Januar 1930 wird das Dorf Englschalking in die Stadt München
eingemeindet.
Englschalking
ist ein schönes Beispiel
für den urtümlichen Siedlungstypus des
"Haufendorfes". Seine Begrenzung ist noch heute annähernd
identisch mit der Ausdehnung des Dorfes im frühen 19.
Jahrhundert.

für
mehr Informationen bitte rot markierte Anwesen anklicken
Bilder:
links:
Englschalkinger Dorfkern um 1900; im Hintergrund der Kamin einer
Ziegelei. (Ausschnitt Postkarte)
rechts:
Englschalking im Oktober 2007; links der Bogmairhof, rechts der
Plankenhof, ehemals "Alter Wirt". Im Hintergrund St.
Nikolaus mit Hirtenhaus und dahinter das Hochhaus an der
Freischützstraße. (Foto: dietlind pedarnig)
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