Rechts und links vom Hauptportal der St. Lorenzkirche stehen, in zwei Wandnischen, die 1953 vom Bildhauer Roland Friederichsen geschaffenen Kalksandsteinskulpturen des Heiligen Benno und des Heiligen Korbinian. Links vom Portal ist in der Wand ein Gedenkstein an Rochus und Barbara Dedler eingelassen. Der Bruder des Komponisten der Musik zum Oberammergauer Passionsspiel war hier Pfarrer. Der nach ihm benannte Rochus-Dedler-Weg beginnt gegenüber dem Friedhof und führt zur Isar hinunter. Auch das große Kreuz an der Turmwand aus dem Jahr 1949 erinnert an ihn. In der rechten Wand des Hauptportals ist ein Gedenkstein an den Klausner der Wallfahrtskapelle von St. Emmeram, Marcus Schöfmann (gestorben 1686), eingelassen.

 

 

 

 

 

Auf dem von einer Kirchhofmauer umgebenen großen Friedhof von St. Lorenz liegen viele der in der Prinzregentenzeit in Oberföhring zu Vermögen und Ansehen gekommenen sogenannten "Loambarone" begraben. In einer Reihe findet man die mächtigen Grabsteine der Familien Haid, Deck, Grimmeisen und Hartl oder Namen wie Welsch und Bräunlein. Aber auch Berühmtheiten wie der Bildhauer Adolf von Hildebrand und seine Frau Irene haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden, ihr Grabmal trägt ein Relief aus der Hand des Künstlers. Am Haupteingang zum Friedhof steht eine kleine Kapelle (früher Lourdesgrotte, jetzt Fatimakapelle und Kriegerdenkmal), an der zwei barocke Grabtafeln angebracht sind, eine davon für Pfarrer Johann Georg Krinner aus dem Jahr 1798.

 

 

 

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In Sichtweite der Pfarrkirche liegt das Pfarrhaus (früher "Pfarrwiddum") von St. Lorenz, an der Muspillistraße 31. Der stattliche zweigeschossige Bau ist neben dem Hof "beim Baupfleger" der einzige sogenannte "ganze" Hof in Oberföhring und stammt aus dem Jahr 1896.

 

 

 

 

Seit 1939 befindet sich unter der Trägerschaft der Kirchenstiftung St. Lorenz auch ein Kindergarten, Muspillistraße 5, für den ein Erweiterungsneubau am Grundstück des Anwesens des ehemaligen "Bichlbauernhofes" errichtet wurde (Muspillistraße 11).

 

 

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