Pschorr-Villa

Möhlstraße 2

 

1907 bis 1908 errichtet der Architekt Hofoberbaurat Eugen Drollinger (1858 - 1930) für den Brauereibesitzer August Pschorr ein Wohnhaus, das nach außen wie im Inneren einen klaren, kubischen Gesamteindruck von Neoklassizismus vermittelt, aufgelockert mit eher dezenten Neubarock- und Jugendstilelementen. Im gleichen Jahr gibt der jüngere Bruder von August Pschorr, Georg Theodor Pschorr, den Bau einer Villa in der Möhlstraße 23 in Auftrag.

 

 

"Plan zur Erbauung eines Wohngebäudes für Herrn Commerzienrat August Pschorr, 

hier Möhlstraße Nr. 2, Pl. No.258 1/11."

Nordwestansicht 1907 (links) und Grundriss Hochparterre (rechts)

 

 

Bis 1956 ist das Anwesen in der Möhlstraße 2 im Besitz der Familie Pschorr, danach wechselnde Besitzer (unter anderem Familie Gruber, die "Stahlgrubers"). In den 1960er wird die Villa innen aufwändigst renoviert, in den 1990er Jahren erfolgt eine Auffrischung und so erstrahlen der Eingangsbereich und das Treppenhaus mit den Metall- und Stuckarbeiten der "Belle Epoque" wieder im alten Glanz - ein schönes und nicht selbstverständliches Beispiel der Erhaltung historischer Bausubstanz in der Möhlstraße. Heute wird die Villa gewerblich genutzt.

 

 

 

>> zurück zur Möhlstraße

 

 

 

Textquelle und Plan:  Karl, Scola: "Die Möhlstraße", 2002

Fotos © dietlind pedarnig, 2007