Professor Johann Christoph Ottow ( * 1922)

 

Der gebürtige Greifswalder studiert von 1941 bis 1949 (unterbrochen von der Wehrdienstzeit während des Zweiten Weltkriegs) in München an der Technischen Hochschule Architektur. 1952 tritt er als Partner dem Architekturbüro von Helmut von Werz bei. Von 1973 bis 1990 ordentlicher Professor der Technischen Universität München am Lehrstuhl "Einführung in das Entwerfen" und Krankenhausbau. Inhaber des Förderpreises der Stadt München für Architektur 1969. Von 1980 bis 1982 ist Ottow Dekan der Architekturfakultät, 1989 Eremitierung.

 

Neben seiner Tätigkeit als Hochschullehrer und Architekt setzt sich Ottow zuerst im Bund Deutscher Architekten (BDA), dann in der Bayerischen Architektenkammer, intensiv die Belange seiner Berufskollegen ein. Als Vorsitzender des Landeswettbewerbsausschusses trägt er er zwischen 1971 und 1973 wesentlich zur Baukultur in Deutschland bei.

 

Ottow gehörte sowohl zum Team, das unter Leitung von Franz Ruf die Parkstadt Bogenhausen geplant hat, als auch zum Team für den Bau der Siedlung am Hasenbergl. Im Münchner Nordosten zeichnet er für den Bau der Nazarethkirche und - zusammen mit Helmut von Werz - für die Volksschule an der Oberföhringer Straße 224 als Architekt verantwortlich.

 

 

Foto: © Verein für Stadtteilkultur im Münchner Nordosten e.V., 2007