Evangelisch-Lutherische Dreieinigkeitskirche

Wehrlestraße 8

 

Die evangelisch-lutherische Dreieinigkeitskirche in Bogenhausen gehörte zunächst zum Verband der Pfarrgemeinde St. Johannes im benachbarten Haidhausen. Erst 1932 wurde die Gründung einer eigenen Gemeinde und damit eines Kirchenneubaus (seit 1930 bestand eine Notkirche in einer ehemaligen Arbeiterbaracke)  beschlossen. 1937 wurde der Bau, den die Gemeinde mit dem Ankauf von Bausteinen im Wert von 1 Reichsmark mitfinanzieren half, eingeweiht. Der Entwurf mit den romanisierenden Anklängen und dem Eckturm stammte von Architekt Horst Wünscher. 

 

Den Zweiten Weltkrieg überstand die Kirche zwar stark beschädigt, aber nicht zerstört. so dass sich bald wieder ein reges Gemeindeleben entwickelte. Ende der fünfziger Jahre wurde sogar der Einbau einer Empore erwogen um mehr Platz für die wachsende Zahl der Gemeindemitglieder zu schaffen, aber stattdessen kam es zur Errichtung der Nazarethkirche in der Hörselbergstraße am Rande der Parkstadt Bogenhausen. Mit der wachsenden Bautätigkeit in den Außenbereichen des heutigen Stadtbezirks 13 wurden noch weitere Gemeinden selbstständig (Vaterunserkirche, Oberföhring und Immanuelkirche, Denning), so dass die Dreieinigkeitskirche heute im wesentlichen für die rund 5600 evangelischen Bewohner im Bereich Altbogenhausen seelsorgerisch tätig ist. Stand 2007 gibt es angesichts schwindender Gemeindemitgliederzahlen und Finanznöten der Landeskirche wieder Überlegungen zur Zusammenführung von Gemeinden im Rahmen einer "Regionalisierung" des Dekanats München.

 

Gegenüber der Kirche steht die katholischen Pfarrkirche Heilig Blut (Scheinerstraße 12).

 

 

 

 

Am 11. November 2007 wurde an einer Mauer vor der Dreieinigkeitskirche eine Gedenktafel an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus in Bogenhausen enthüllt. 

 

 

 

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Fotos: hpt © Verein für Stadtteilkultur im Münchner Nordosten e.V., 2007