Ehemalige Bahnhofswirtschaft »Bartl«

Daglfinger Straße

 

In der Bahnhofswirtschaft »Bartl«, am Daglfinger Bahnhof und gleich gegenüber der Seilerei von »Jos. Schwaiger's Witwe« gelegen, schossen die Schützen um ihre Trophäen. Auch diese Wirtschaft hat die Stürme der Zeit nicht überstanden, sie musste in den 1960er-Jahren einem Neubau (unter anderem Allianzversicherung) weichen, heute steht hier eine Appartementwohnanlage.

 

 

 

 

In unmittelbarer Nachbarschaft des ehemaligen »Bartls«, mit Blick auf den Daglfinger Schrankenübergang, hatte sich in den 1960-ern ein Kiosk mit angeschlossener kleiner Gastwirtschaft und Biergarten angesiedelt. Den Daglfinger war es schlicht als das »Standl« bekannt. Um Zigaretten, Chips, Zeitung oder Gummischlangen zu bekommen musste man erst klingeln, dann dauerte es eine Weile bis aus den Untiefen des völlig verräucherten Gastraumes (von rauchfreien Zonen war in den Sechzigerjahren noch nicht die Rede) jemand kam, die Glasscheibe zur Seite schob und das Gewünschte herausreichte. Seit 2012 gibt es an dieser Stelle einen neuen, jungen Pächter, der mit Schwung und Enthusiasmus aus dem »Standl« das »James« gemacht hat. Eine Lounge/Bar mit Biergarten, in der sich die Menschen aus dem Viertel lange Zeit nach dem »Bartl« wieder zu treffen scheinen. »Geh ma ins >James< auf an Ratscher«. Daglfing hat wieder einen kleinen kommunikativen Treffpunkt bekommen.

 

 

 

 

 

 

 

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Fotos von oben nach unten:

Der Daglfinger Schützenverein vor dem "Bartl", um 1930.

Werbeplakate in der Daglfinger Straße an der Stelle des ehemaligen "Bartls" im Januar 1960, links ist ein Teil der Gastwirtschaft "Bartl" zu erkennen; © helmut keller

Das ehemalige Daglfinger "Standl" vor 2012 hpt © Verein für Stadtteilkultur im Münchner Nordosten e.V.

Lounge/Bar "James" im Mai 2012 hpt © Verein für Stadtteilkultur im Münchner Nordosten e.V.