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Johanneskirchen:
historie
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Das
älteste Zeugnis dieser Gegend stammt vom 3. Juli 750,
ausgestellt auf dem herzoglichen Sitz zu Dodiga: Der
baierische Stammesherzog Tassilo
III. aus dem
Geschlecht der Agilolfinger schenkt dem Freisinger Bischof
Josef I. eine erbetene Weidefläche. Johanneskirchen
selbst wird erstmals in
einer Urkunde vom 2. Oktober 815 im Zusammenhang mit bayerischem Bier erwähnt, das
Johanneskirchen an das
Hochstift
Freising zu liefern hatte.
In dieser Urkunde wird auch die „ecclesia sancti Johannis baptiste in loco Feringas“
genannt. Diese "Kirchenburg"
St.
Johann Baptist war die erste Pfarrkirche der Urpfarrei
Föhring.
Ihr heutiger Bau stammt aus der dem 13. Jahrhundert. Erst 1688 baute
man die Wehrkirche zum heutigen Aussehen um. Johanneskirchen
schied im 12. Jahrhundert aus dem bischöflichen Besitzstand von
Freising aus und gehörte dann zum Pfleggericht Wolfratshausen.
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Im 15. Jahrhundert war der Ort als geschlossene Hofmark
(also mit dem Recht zur niederen Gerichtsbarkeit) im
Besitz des Münchner Bürgergeschlechts der Riedler. Ottmar
Riedler war um 1500 Münchens reichster Bürger. Die Hofmark
wurde erst 1848 aufgelöst. 1818 wurde Johanneskirchen selbstständige Gemeinde,
nach Gründung des Königreichs Bayern 1820
ein Teil der politischen Gemeinde Daglfing
und
am 1. Januar 1930 ein
Stadtteil Münchens.
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Johanneskirchen
auf einer Postkarte um 1910
Wie
der ganze Münchner Nordosten ist auch Johanneskirchen gegen
Ende des 19. Jahrhunderts geprägt von den rauchenden Schloten
der Ziegeleien. Sie produzieren zusammen bis zu 6 Millionen
Ziegel jährlich, ehe sie wegen Unrentabilität nach 1900
geschlossen werden. Die Ziegelei der Familie Rattenhuber (heute
Tennisplatz Freischützstraße) ist noch bis 1950 in Betrieb,
die Baur'sche Ziegelei (ehemalige Johanneskirchner Straße 145)
sogar bis 1964.
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weitere Informationen zu Johanneskirchen
Bild
oben:
Meister
der Pollinger Tafeln: Tassilo
reitet zur Jagd, 1444,
Alte Pinakothek München
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