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Der
"Dreizehner-Elephant" ist
eine Auszeichnung und zugleich eine Dankesgabe des Vereins für
Stadtteilkultur im Münchner Nordosten e. V. Seine Entstehung verdankt er
der Freude am Fabulieren. Am Anfang stand die launige Idee, dass der
karthagische Heerführer Hannibal in unserer Gegend seine Elefanten grasen
ließ, bevor er mit diesen die Alpen überquerte. Mit viel Spaß haben wir
die bayerische Geschichte und die des 13. Münchner Stadtbezirks verfälscht,
besser gesagt, neu geschrieben und schon haben sie die Erklärung, wie der
„Dreizehner-Elephant“ zu seinem Namen kam.
Der
Elefant selbst ist eine auf einen Holzsockel geklebte Zinnfigur. Das Holz
des Sockels muss von einem Baum stammen, der im 13. Stadtbezirk gewachsen
ist. In den Kreis der „Dreizehner-Elephanten“ sollen künftig jährlich
Personen aufgenommen werden, die sich um den NordOstKultur-Verein oder um
den 13. Stadtbezirk verdient gemacht haben.
Anlässlich
der 850-Jahrfeier der Landeshauptstadt hat der NordOstKultur-Verein sein
heimatkundliches Engagement mit einer dreiwöchigen Ausstellung in Oberföhring
unter Beweis gestellt. Ohne die tatkräftige und freundliche Unterstützung
vieler Personen, wäre die Ausstellung nicht so erfolgreich geworden.
Dreizehner-Elephantenhüter
2012
2012
wurde der "Dreizehner-Elephant" verliehen an Hans Bründl und
Alexander Brehmer.
Die
Lebenserinnerungen des Bogenhausers Hans Bründl entführen die
interessierten Hörer in eine längst vergangene Zeit Münchens. Hinter
der Gebeleschule begann das flache Land mit freiem Blick zu den Dörfern
im Osten Münchens, die Trambahn endete noch am Herkomerplatz und
Harritsch-Wagen besorgten die Müllabfuhr ... Hans Bründls selbst
gesprochene Rückblicke hat NordOstKultur als Doppel-CD mit dem Titel
"Schöne Jugend" herausgegeben.
Der Denninger Kunsthistoriker Alexander Brehmer bereichert durch seine
Vorträge und Führungen das NordOstKulturprogramm seit Jahren. Das
Angebot reicht von Exkursionen in bayerische Städte über Stadtführungen
zum Münchner Königsplatz oder zum Alten Südlichen Friedhof, bis hin zu
kunsthistorschen Vorträgen über Maler und ihre Zeit. Die neu aufgelegte
NordOstKultur-Vortragsreihe "Winterakademie" wäre ohne das
selbstlose Engagement Brehmers undenkbar.

Hans
Bründl (Mitte)

Alexander
Brehmer (rechts)
Dreizehner-Elephantenhüter
vergangener Jahre:

v.li.n.re:
Markus Wehr, Bernhard Schneider, Felix Gruschka,
Josef
Krause (stellv. Vorsitzender Nordostkultur), Roland Krack (Erster
Vorsitzender Nordostkultur)
v.l.n.r.:
Christine Rädlinger, Dietlind Pedarnig, Alexander Strathern

Angelika
Pilz-Strasser (li.) und Christiane Hacker (re.)

Preisverleihung an die Archäologen der Prähistorischen Staatssammlung
Michael Egger (2. von links), Frau Dr. Haas-Gebhard (Mitte) und Dr. Bernd Steidl (2. von rechts)
(links Roland Krack und rechts Josef Krause vom Verein für Stadtteilkultur im Münchner Nordosten e.V.)
Legende
vom Daglfinger Elephanten
In
der Daglfinger Historischen Werkstatt erzählt man sich folgende nicht
ganz ernst gemeinte Geschichte: Bevor Hannibal einst über die Alpen zog,
musste er in seinem Daglfinger Basislager einige fußkranke Elefanten zurück
lassen. Die hiesigen Bauern wussten nicht was sie mit den Tieren anfangen
sollten und so ließ man sie auf der nahegelegenen Trabrennbahn um die
Wette laufen. Als Daglfing dann 1803 bayerisch wurde, verlegte man die bis
dahin schon weltberühmten Elefantenrennen auf die Autobahn zwischen
Freimann und Nürnberg. Einschlägige Fantasten werden auch die Geschichte
vom „Freisinger Elefanten“ nicht von der Hand weisen, dessen
afrikanischer Treiber bis heute das Freisinger Wappen schmückt.
Josef
Krause
fotos:
hpt ©
Verein für Stadtteilkultur im Münchner Nordosten e.V. , 2008 / 2009
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