Herzog Heinrich XII. (1142 - 1195)

 

Welfenherzog Heinrich XII. , genannt „der Löwe“, Herzog von Bayern und Sachsen, und einer der markantesten Herrschergestalten des deutschen Mittelalters, wurde um 1158 im Streit um den lukrativen Salzhandel und um Markt und Münze von Föhring zum Widersacher Bischof Otto I. von Freising (ca. 1112 - 1158). Der Konflikt zwischen den beiden führte letztendlich zur Gründung "Munichens". 22 Jahre später fiel Heinrich jedoch in die Ungnade seines Vetters Kaiser Friedrich I. Barbarossa, weil er ihm seine Unterstützung in einem Kriegszug in Italien verweigert hatte. Der Verlust seiner Lehen Bayern und Sachsen waren die Folge und mit der Reichsacht belegt verstarb Heinrich entmachtet in Braunschweig.

 

Nach ihm benannt sind seit 1887 die Herzog-Heinrich-Straße in der Ludwigsvorstadt und seit 1960 die Herzog-Heinrich-Brücke in Freimann.

 

 

 

Foto: die Stifterfigur Heinrichs des Löwen im Braunschweiger Dom, den er 1173 als Kollegiatsstiftskirche stiftete. Hier ist auch die Grablege des Herzogs.