Familie Ellwanger

Eine der am längsten betriebenen Ziegeleien in der Gemeinde Daglfing war das Ziegeleiwerk Karl Ellwanger OHG in Englschalking. Das Büro befand sich in Johanneskirchen in der Flaschenträgerstraße 85 (spätere Freischützstraße), Werk I in der Waffenschmiedstraße 1 (Englschalking, frühere Ziegelei Hartl, jetzt Einkaufszentrum des Fidelioparks) und eine weitere Ellwanger-Ziegelei stand in Breitenau bei Dachau. Nachdem die Lehmschicht in Englschalking abgetragen war, bezog man den Lehm aus anderen Gegenden, die jährliche Produktion im Werk I betrug noch im Jahr 1960 11 Millionen Ziegelsteine. Damit war sie einer der wenigen Ziegeleien im Münchner Nordosten, die den Zweiten Weltkrieg überlebte.

 

Eine weitere Ziegelei besaßen die Ellwangers im Stadtteil Johanneskirchen. An der heutigen Freischützstraße 76/78 stand seit 1889 eine Ziegelei mit Ziegelbrennofen und drei Ziegelstadeln, die Josef Ellwanger, Realitätenbesitzer aus München, 1902 für 70.000 Mark erwarb. Er betrieb die Ziegelei bis zu seinem Tod im Jahre 1910. Den Besitz erbten seine Frau und die neun Kinder. Das Ziegeleigebäude wurde um 1930 abgebrochen, 1936 übernahm Sohn Karl den Besitz. Heute erinnert nichts mehr an die alte Ziegelei – sie hat einer großen Wohnsiedlung Platz gemacht.

 

 

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