Prof. Georg Brenninger (1909 1988)

 

Geboren 1909 in Velden (Landkreis Landshut, Niederbayern) wechselte der gelernte Maurer nach einem Architekturstudium bei Theodor Fischer in München an die Akademie der Bildenden Künste in München, in die Bildhauerklasse von Prof. Hermann Hahn. Nach dem Krieg, aus dem er schwer verwundet zurückkehrte, war er als freischaffender Bildhauer tätig. 1945 bis 1968 erhielt er die Professor für Plastik in Verbindung mit Architektur an der Technischen Universität München. In dieser Zeit entstand das "Kithan-Haus" am Maximiliansplatz 12a, Münchens erstes Glashaus. 1961 bis 1978 hatte Brenninger die Professur für Plastik an der Akademie der Bildenden Künste in München inne, deren Präsident er 1968 bis 1969 war. Von 1974 bis zu seinem Tod 1988 arbeitete er wieder als freischaffender Bildhauer. Von ihm stammen auch die Bronzetüren von St. Bonifaz in der Karlstraße und die 1972 vollendete Plastik „Apoll und die neun Musen“ am Giebel der Münchner Oper.

 

Der mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnete Bildhauer war weltweit auf vielen Ausstellungen vertreten und wirkte in zahlreichen Jurykollegien, beratenden Gremien und Kunstausschüssen für Architektur und Plastik mit.

 

In seinem umfangreichen Werk beschäftigte ihn, als Symbol des Friedens, immer wieder die Taube. In vielfältigen Variationen schmückte Brenninger mit ihr Brunnen und Stelen, so in München-Bogenhausen den Gräf-Brunnen (1986, Mauerkircherstraße 171), die Friedenssäule in der Mauerkircherstraße (1988), eine Stele mit Tauben (Villa Delpstraße 4) und eine weitere bronzene "Lebenssäule mit Tauben" (1985) auf dem Friedhof von St. Lorenz in Oberföhring. Hier steht auch ein Grabmal mit dem Bronzerelief "Fliegender Engel" (1946) sowie die lebensgroße Bronzefigur "La Prière" (1981).

 

 

 

 

 

Das komplette Werkverzeichnis unter www.georg-brenninger.de

 

 

 

Foto Grabmal mit "Fliegender Engel", Friedhof St. Lorenz; 

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