Trambahnlinien im Stadtbezirk 13

 

Trambahn München 1925

 

 

Linie in der Ismaninger Straße

Bogenhausen erhielt 1896 Anschluss an das Straßenbahnnetz, als die "Gelbe Linie" der "Tramway" vom Max-Weber-Platz aus durch die Ismaninger Straße bis zum Endpunkt Höchlstraße verlängert wurde. Der elektrische Betrieb kam 1898 auf Strecke, die nun die Linie IX bediente. In den Nachkriegsjahren führen die Linie 9 (nach Laim)  und die Linie 12 (nach Giesing) auf der Strecke durch die Ismaninger Straße. Heute wird sie von der Linie 18 bedient.

 

 

Linie in der Einsteinstraße

Die Einwohner aus Haidhausen bekamen schon 1882 einen Trambahnanschluss: Die „Weiße Linie“ war vom Hoftheater über die Maximilianstraße und dem Max-Weber-Platz bis zum Ostbahnhof in Betrieb gegangen. Am 27. Oktober 1907 konnte die Neubaustrecke der Linie 19 vom Max-Weber-Platz bis zum neuen Gaswerk „Am Kirchstein“ eröffnet werden. 1929 verlängerte die Stadt die Linie um 300 Meter bis zur Endhaltestelle Steinhausen. Sie befand sich südlich der heutigen Einsteinstraße auf dem Gelände des heutigen Busbahnhofs Ost und war von einem kleinen Kastanienhain umgeben. Dieser war 1953 auf dem ehemaligen Werksgelände des Gaswerks "Am Kirchstein" errichtet worden. 1962 kam es für die 13,6 km lange Linie 19 nach Pasing am Vogelweideplatz abermals zu einer Verlängerung. Die Strecke wird von Max-Weber-Platz aus nicht mehr bedient.

 

Die Einwohner aus Zamdorf und dem südlichen Denning marschierten über verschiedene Feld- und Wiesenwege auch zur Endhaltestelle Steinhausen, von wo aus die Straßenbahn seit 1907 in die Stadt fuhr. Ab 1926 benützten die Zamdorfer auch die Tram von Berg am Laim aus in die Stadt. Seit dem 15. September 1926 bediente die Linie 31 (ab 1935: Linie 1) die Strecke vom Ostbahnhof zur Schleife in der Baumkirchner Straße, jetzt Linie 19 (St. Veit-Straße).

 

 

Linie in der Montgelas-, Bülow- und Englschalkinger Straße

 

Trambahn 1979

 

Über die 1902 vollendete Bogenhausener Brücke verlegte man 1906 Gleise für eine zweite Linie nach Bogenhausen bis zur Mauerkircher Straße, die von der Linie 20 angefahren wurde. Erst am 1. Mai 1927 verknüpfte man beide Linien am neuen Endpunkt Gebeleplatz (heute Herkomerplatz). „Der 20er“ fuhr ab 1949 wieder von Thalkirchen bis zum Herkomerplatz und neben „dem 9er“, von Laim kommend, befuhr auch „der 12er“ (nach Giesing) die Ismaninger Straße. Seit 1961 wenden die Züge an der neuen Endschleife am Effnerplatz. Die Verlängerung mit der Wendeanlage für die Linien 9 und 20 am Cosimapark wurde im Oktober 1970 in Betrieb genommen und 1980 wegen der U-Bahn-Bauarbeiten wieder eingestellt. Die Linie 17 bedient nur noch die Strecke von der Bogenhauser Brücke zum Effnerplatz. Derzeit entsteht die Verlängerung der Straßenbahnführung von hier bis nach Oberföhring / St. Emmeram. Mehr dazu

 

 

 

Foto oben:

Straßenbahn Linie 4 (Westfriedhof - Karlstraße - Nationaltheater - Ostbahnhof), München um 1925

Postkarte mit freundlicher Genehmigung von Verlag und Bildarchiv Sebastian Winkler - München