Mit den ersten Siedlern beiderseits der Ostpreußenstraße in den 1920er-Jahren kommen auch die ersten Geschäfte nach Denning. Josef und Maria Forstmeier eröffnen 1928 als erste einen Laden, eine Handlung für Spezereiwaren, an der Ostpreußenstraße 40. Es folgen: Metzgerei Bauer, Bäckerei Steidle (Nachfolger Bäcker Jackermeier und später Bäcker Fichtner), Metzgerei Urban, Gärtnerei Ziegenbein, Baugeschäft Obermaier, Milchgeschäft Schneider, später Geigl, Dengler Eisenwaren, Limonadenfabrik Einödshofer, Radio Hahn, Elektro Butt, Mode Friedl, Treml Moden, Schuh Weber, Schuh Ruhfass, Gärtnerei Dosch und natürlich "Der Mächtlinger", das Haushaltswarengeschäft von dem es im Viertel heißt: "Bei dem kriagst ois!" 1928 eröffnet der Gasthof "Zur Post" (später "Gasthaus von Paul Steidle") in der Ostpreußenstraße 42, Neubau mit Restaurant "Casale", das im Frühjahr 2011 komplett abgerissen wurde, um einem Wohnbaukomplex Platz zu machen.
Vieles hat sich seit der ersten Geschäftsgründung in der Ostpreußenstraße verändert, so gibt es heute zum Beispiel keine Post und keine Polizeistation mehr, dafür haben aber drei Cafes aufgemacht und eine Buchhandlung und eine Eisdiele. Insgesamt sind es an die 100 Läden, Dienstleister und Lokale. Und noch gibt es den großen Super- und Drogeriemarktfilialen zum Trotz, noch den kleinen Gemüse- und Obstladen und das Kurzwarengeschäft, wo man einen Knopf einzeln kaufen kann. Und eines ist ganz gewiss: in der Ostpreußenstraße trifft man immer jemanden zum nachbarschaftlichen Ratsch ...
![]()
Foto:
Mouse-Over: Die Ostpreußenstraße in den 1950er Jahren. Nach der Einmündung der Dirschauer Straße ist das ehemalige Postamt Denning, Ostpreußenstraße 31, zu sehen. Dieselbe Stelle 2008: Im Vordergrund der Neubau mit der Stadtsparkasse, nach der Einmündung Dirschauer Straße das renovierte Gebäude des ehemaligen Postamts, heute Wohnhaus mit Geschäften im Erdgeschoß.
Historische Fotoquelle: "Dörfer auf dem Ziegelland", hrsg. von Willibald Karl, München 2002; Farbfoto 2008: © dietlind pedarnig