Diesel-Villa 

Höchlstraße 2

 

Die hochherrschaftliche Villa in der Höchlstraße wurde 1899 bis 1901 im neubarocken Stil, von Max Littmann für Rudolf Diesel erbaut. Sie kostete den weltberühmten Ingenieur und Erfinder des nach ihm benannten Motors nicht nur wegen des teuren Grundstücks (allein für das 2.300 Quadratmeter große Grundstück gingen ungeheure 16.000 Mark an die Heilmann'sche Immobiliengesellschaft) ein Vermögen, auch die Errichtung des Gebäudes selbst verschlang weitere enorme Summen. Am Ende sollten es insgesamt 900.000 Mark sein, die der 42-jährige Bauherr in seine Villa inklusive Einrichtung investierte. Diesel stellte hohe Ansprüche: er veranlasste unter anderem den Bau doppelter Grundmauern, damit die Bodenfeuchtigkeit ferngehalten würde, Doppelfenster mit mechanischer Koppelung wurden eingesetzt, sodass sich beide Fenster gleichzeitig bewegen ließen. Neben allen technischen und innenarchitektonischen Raffinessen imponierte eine gewaltige Halle durch zwei Stockwerke mit umlaufender Galerie, ebenso ein prachtvolles Esszimmer mit Mahagonitäfelung und die Küche zählte zu den "schönsten Münchens", wie der Sohn Diesels in seinen Memoiren festhielt.

 

Rudolf Diesel lebte bis zu seinem Freitod 1913 in der großbürgerlichen Traumvilla, deren Kosten und Unterhalt ihn unter anderem am Ende seines Lebens in den finanziellen Ruin trieb und von der er nur noch verbittert als dem "Mausoleum" sprechen sollte. Heute wird sie von mehreren Parteien bewohnt.

 

 

 

Torgitter Höchlstraße 2

 

Gartenseite der Diesel-Villa

 

 

 

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Literatur:

Abbildungen: