
Herkomerplatz
(Bogenhausen)
Der 1927 nach Sir Hubert Ritter von Herkomer benannte Platz in Bogenhausen ist eigentlich weniger ein Platz, als vielmehr eine "Wendemöglichkeit mit viel Verkehr" wie die Vorsitzende des Bezirksausschusses 13, Angelika Pilz-Strasser, nicht gerade schmeichelhaft 2008 bemerkt hat. Das liegt unter anderem daran, dass hier insgesamt sechs Straßen einmünden sowie zwei Trambahnen. Dazu kommen ein Taxistand und mehrere Bushaltestellen. Der Platz ist als "Durchgangsstation" verkommen, wenige Geschäfte prägen das Bild. Perspektiven scheint es jedoch für den Platz zu geben, denn man hofft auf Impulse nach der Fertigstellung des nahe gelegenen Effnerplatzes, inklusive des neuen Richard-Strauss-Tunnels. Konkrete Umgestaltungspläne gibt es jedoch derzeit nicht - obwohl der Platz mit seinem alten Kastanienbaumbestand ein kleine grüne Oase bildet. Auch die gerade renovierte Gebeleschule mit der an den Platz angrenzenden neu gestalteten Parkanlage hat zu einer Aufwertung geführt, ebenso wie die im Jahr 2006 aufwändig renovierten sogenannten "Beamtenwohnhäuser". Abgesehen von der Lage der Platzes, von dem aus man über einen steilen Fußsteig (Gustav-Waldau-Steg) direkt zum noblen Herzogpark gelangen kann ...
Auf der historischen Postkarte ist von oben von links im Uhrzeigersinn zu sehen:
Grundschule an der Gebelstraße, Gebelestraße 2
St. Georg, Bogenhauser Kircheplatz 1
Altersheim an der Effnerstraße (abgerissen)
Wohnhäuser an der Ismaninger Straße
Wohnhäuser an der Englschalkinger Straße
Altarraum von St. Georg, Bogenhauser Kircheplatz 1
"Chirurgischen Privatklinik Bogenhausen", Denninger Straße 44 (1957 unter Leitung von Dr. Rudolf Helmstädter und Dr. A. Stanischeff eröffnet)
Wohnhäuser an der Scheinerstraße

>> zum Überblick "Plätze im Münchner Nordosten"
Abbildungen:
oben: Postkarte "München-Bogenhausen. Rund um den Herkomerplatz", privat, keine Datierung, etwa 1960er Jahre.
unten: der Herkomerplatz 2009: ein reiner Verkehrsknotenpunkt; hpt©Verein für Stadtteilkultur im Münchner Nordosten e.V.