Der von Bildhauer Mathias Gasteiger - dem Schöpfer des "Brunnenbuberls" am Karlstor - entworfene "Diana"-Brunnen wurde am 12. Juni 1908 eingeweiht. Er war ein Auftragswerk der "Terrain-Aktiengesellschaft Herzogpark München-Gern" (Kosten 45.000 Mark) und sollte den Platz vor dem ein Jahr zuvor durch den Architekten Eugen Drollinger erstellten Mietshaus am Kufsteiner Platz 1 schmücken. Der stimmige Hintergrund für den Brunnen fiel im Zweiten Weltkrieg einer Brandbombe zum Opfer und das elegante Wohngebäude im Besitz einer Privatbank wurde 1955 durch den jetzigen nüchternen Appartementblock ersetzt.

 

 

Am Kufsteiner Platz

 

 

Der "Diana"-Brunnen besitzt als Mittelpunkt eine Grottenarchitektur mit einem Springbrunnen. Das Wasser fällt über mehrere Stufen in ein Becken, das von einer halbkreisförmigen Bank eingerahmt wird, an deren Enden Rehgruppen lagern. Gekrönt wird das Ensemble von einer Dianafigur, die sich an einen Hirsch lehnt. Im Haar trägt sie einen Lorbeerkranz, statt dem sonst für die Jagdgöttin Diana üblichen Attribut der Mondsichel. In der linken Hand trägt sie einen Bogen, auf der rechten sitzt ein Jagdfalke. Typisch für den Baustil dieser Zeit ist die Verwendung verschiedenster Materialien. Während die plastischen Gruppen aus Euviller Kalkstein und Grotte aus Tuffstein gearbeitet sind, wurde für Bank und Treppe Treuchtlinger Jurakalkstein verwendet, Hirschgeweih, Bogen und Falke sind hingegen aus Bronze, was einen besonderen Effekt setzt.

 

 

 

 

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Abbildungen von oben nach unten: