
Hanselmarterhof der Familie Selmayr, um 1880, links St. Georg
Der Name des Anwesens stammt vom letzten Bürgermeister des Dorfes Bogenhausen Josef Selmayr. An der Stelle der jetzigen Villa stand ehedem das "Hanselmarter"-Anwesen, das seiner Familie gehörte. Hier erhielten die Bogenhauser Kinder vor der Errichtung eines eigenen Schulgebäudes von 1824 bis 1875 ihren Schulunterricht.
Nach der Eingemeindung Bogenhausens (1892) wurde das Bauernhaus abgerissen und 1898 die Villa samt Park und Portal errichtet. Als Ökonomie erwarb Selmayr Schloss Erching, nördlich von Ismaning. Es ist noch heute im Besitz der Familie.

Seit 1941 war die Bürgermeistervilla eines der Häuser des "Lebensborn", der 1935 im Auftrag des "Rasse- und Siedlungshauptamtes" gegründet worden war zur Aufzucht "rassisch wertvoller" Kinder. Heute befinden sich hier Teile der Bayerischen Theaterakademie und im Garten ein Neubau des Finanzgerichts München.

Finanzgericht München
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Literatur:
Karl, Willibald (Hrsg.): Bogenhausen. Vom bäuerlichen Pfarrdorf zum noblen Stadtteil, München 1992.
Fotos von oben nach unten:
Hanselmarthof um 1880. Quelle: Buchscan aus s.0.
die "Bürgermeistervilla" 2007: © Verein für Stadtteilkultur im Münchner Nordosten e.V.
das Finanzgericht München im "Bürgermeistergarten", Ismaninger Straße 95 © dietlind pedarnig, 2007.