Villenkolonie "Am Priel-Hof"
(Bogenhausen - Priel)
Zur 1934 errichteten Siedlung "Am Priel-Hof" (oder auch Siedlung "Prielhof") gehören die Normannen-, Frithjof-, Rudlieb-, Ortnit-, Asgard-, Odin- und Muspelheimstraße im gleichnamigen Ortsteil Priel in Bogenhausen, deshalb wurde auch der Name "Normannen-Siedlung" vorgeschlagen.
Die Villenkolonie "Am Priel-Hof" erhielt ihren Namen vom Gasthaus "Priel-Hof" an der Ismaninger Hauptstraße (spätere Oberföhringer Straße 42) gelegen. Das Anwesen mit Ziegelei befand sich seit 1876 im Besitz der Familie von Johann Jakob Seidl. Im Jahre 1934 erbten die Kinder den Besitz, teilten den Grund in Bauplätze und verkauften diese in den folgenden Jahren. Die Wirtschaft und der restliche Grund wurden im Jahre 1938 um 21.000 Mark von der Firma Gabriel und Josef Sedlmayr, Spaten-Franziskaner-Leistbräu München AG erworben. Abgerissen wurde die Wirtschaft um 1960. Die Gaststätte wiederum hatte ihren Namen vom Bogenhausener Bauernanwesen Prielhof, der bereits um das Jahr 1300 belegt ist und namentlich mit dem ehemaligen Priel-Wald, der sich hier befand, in Verbindung stand.

Am Priel, heute Oberföhringer Straße,
rechts Gasthof "Prielhof" mit alter Allee nach Oberföhring, 1938